Erinnern und Gedenken Steinheim

Geschichte

Zuletzt geändert am 02.11.2015.

Zur Geschichte der Steinheimer Initiative

2007:
Anlass für den Aufruf zu einem Runden Tisch in Steinheim ist die kritische Debatte zum angemessenen öffentlichen Gedenken und den „Stolpersteinen“ in den Gremien der Stadt Hanau.
2008:
In öffentlichen Veranstaltungen, vor allem zur 70. Wiederkehr der Reichspogromnacht und nach Recherchen wird beschlossen, das Kunstprojekt Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig auch in Steinheim anzugehen.
2009:
Fortsetzung von Recherchen und Veranstaltungen; angestoßen wird außerdem eine Debatte um den aufgegebenen Alten Jüdischen Friedhof. Dabei wird seine wechselvolle Geschichte deutlich und die Notwendigkeit, diese in angemessener Weise zu dokumentieren. Ein weiteres Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit der Eugen-Kaiser-Schule, der Ludwig-Geißler-Schule, der Eppstein-Schule und der Gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeit, Qualifikation und Ausbildung des Main-Kinzig-Kreises (AQA).
2010:
Die Stolpersteinverlegung wird konkret. Ortsbeirat und Oberbürgermeister unterstützen das Projekt.
2011:
Am 27. Januar, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, wird im Marstall die Ausstellung „Stolpern mit Herz und Verstand“eröffnet. Auf Plakatwänden wird an die Lebensgeschichte von jüdischen Bürgerinnen und Bürgern Steinheims erinnert, für die ein Stolperstein vor ihrer letzten frei gewählten Wohnstätte gelegt werden soll. Am 25. Oktober 2011 verlegt Gunter Demnig die ersten 14 Stolpersteine.
2012:
Am 4. Oktober 2012 verlegt Gunter Demnig weitere neun Stolpersteine. Die Initiative beschäftigt sich nun mit den Steinheimer Euthanasieopfern und der Frage, wie ihrer im öffentlichen Raum zu gedenken sei.
2013:
Dem Stolpersteinpaten Siegfried Jorda gelingt es, Kontakt mit Ruben Herz, dem Sohn von Albert Herz, aufzunehmen. Im April besucht Ruben Herz mit seiner Frau, seinen Kindern und Enkeln Steinheim. Hier trifft er sich auch mit Mitgliedern der Initiative.
2014:
Die Arbeiten am Alten Jüdischen Friedhof beginnen mit den Schülern der Eugen-Kaiser-Schule (Maurer- und Pflasterarbeiten), der Eppstein-Schule (Recherchen zur Tafel über die Geschichte des Friedhofes) und der Ludwig-Geißler-Schule und Mitarbeitern der AQA (Erstellung des Tores nach einem Entwurf von Gernot Gesser).
2015:
Am 27. Januar, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, wird der symbolisch wiederhergestellte Alte Jüdische Friedhof eingeweiht. Anderthalb  Monate später wird dort die Informationstafel mit einem Hakenkreuz beschmiert und das Blumengesteck vor dem Gedenkstein zerstört. Eine Anzeige gegen Unbekannt wird gestellt. Die Informationstafel kann gereinigt werden.
Erstellt am 28.10.2015