Erinnern und Gedenken Steinheim

Darmstädter Straße 7

Zuletzt geändert am 21.03.2016.

KAROLINA
MEYERSOHN
geb. WERTHEIM
Jg. 1883
deportiert 1941
Minsk
???
JOHANNA ELSE
MEYERSOHN
Jg.1908
abgemeldet 1938
Flucht
Palästina
überlebt
WILHELM
MEYERSOHN
Jg. 1911
abgemeldet 1938
Flucht
Schweden
überlebt
Aron Meyersohn (oder Mayersohn oder Mejersohn) wurde am 13.11.1878 in Kovno (Litauen) geboren. Er wohnte zusammen mit seiner Frau Karolina (Lina), geb. Wertheim, die am 23.6.1883 in Diemerode/Hessen geboren wurde, in Steinheim/M in der Offenbacher Landstraße Nr. 7, der heutigen Darmstädter Straße. Aron Meyersohn besaß eine Diamantschleiferei mit etwa 10 Mitarbeitern, später handelte er aber nur noch mit Diamanten. Er starb am 30.8.1927 und ist auf dem neuen jüdischen Friedhof in Steinheim im Grab 1/10 beigesetzt.
Seine Frau Karolina, genannt Lina, Meyersohn war Lehrerin und besaß einen Lebensmittelladen. Dort versorgten sich auch die jüdischen Schulkinder mit den benötigten Artikeln für den Schulunterricht in der neuen Synagoge in der Ingelheimstraße 12.Das Ehepaar hatte zwei Kinder, die am 4.12.1908 geborene Johanna Else, und den am 9.10.1911 geborenen Wilhelm, genannt Willi, der den Beruf des Handelsgehilfen lernte. Karolina Meyersohn musste 1938 Steinheim verlassen. Sie zog mit ihren Kindern am 1. September 1938 nach Frankfurt in die Günthersburger Allee 40. Von Frankfurt aus wurde sie nach Minsk (Russland) deportiert. Danach verliert sich ihre Spur.
Johanna Else konnte von Frankfurt nach Haifa (Israel) auswandern. Sie heiratete und nahm den Namen Katschalsky an.
Wilhelm wanderte nach Vidablick in Schweden aus.
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Erstellt am 08.11.2015